Seit dem Jahreswechsel pförtnert die in einigen Kreisen umstrittene Ampel in der Berliner Straße deutlich weniger als noch im Herbst 2025 – das zeigt ein Blick auf die Ist-Verkehrssituationen. Die Intensität, mit der an dieser Stelle der Fahrzeugverkehr auf der Berliner Straße stadteinwärts dosiert wird, ist nach einem intensiven 2. Quartal letztes Jahr spürbar rückläufig. Nach einem moderaten Anstieg im Herbst/Winter 2025 wird nun wieder weniger gepförtnert.

Ein Blick auf die durchschnittlichen Wochenverläufe zeigt im Prinzip immer das gleiche Muster. Gut erkennbar sind zwei Ausschläge Pro Werktag: Die morgendliche Stoßzeit (~8 Uhr) und die am Nachmittag (~17 Uhr). Die nachmittagliche Spitze ist meist höher – es werden also mehr Autos an der Ampel zurückgehalten als am Morgen. Im Endeffekt ist das die Konsequenz davon, dass von Wiesbaden deutlich mehr Menschen Richtung Frankfurt aus-, statt einpendeln.

Beim detaillierteren Blick auf die Intensität in die ersten beiden Monate 2026 fallen – neben der generell geringeren Pförtnerung – mehrere Spitzen auf. Der größte Ausreißer ist hier der 03. Februar – Schneefall zwischen 8 und 15 Zentimetern hat flächendeckend den Verkehr ausgebremst. (Insofern ist der Stau auf der Berliner Straße an diesem Tag weniger ein Produkt der Pförtnerampel).

Auch der erste Streiktag der ESWE Verkehr (02. Februar) fällt durch einen signifikanten Anstieg auf. Die folgenden Streiks hatten – zumindest auf die Berliner Straße – keinen spürbaren Effekt.

Kategorien: Autoverkehr

mathias

Aufgewachsen in Berlin, seit über einem Jahrzehnt Wahl-Wiesbadener. Eigentlich Nordost, im Herzen aber Westend. Regelmäßiger Radler und Carsharing-Nutzer, (zu häufig) auch E-Scooter. Ehem. Verkehrsplaner (SGV). Faible für Daten, Karten und Grafiken.

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